Rückblicke auf LMIV / Allergen Basisseminare

Auf dem Weg zum “Guter Gastgeber für Allergiker” 

Umsetzung der Lebensmittelinformationsverordnung



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Train the Trainer – Workshop zur Durchführung von Mitarbeiterschulungen  zur Allergenkennzeichnung  bei loser Ware im eigenen Unternehmen
10. August 2016 in Köln 

Seit nun fast 2 Jahren verpflichtet die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) die Anbieter loser Ware zur Kennzeichnung bestimmter Allergene. 

Die Praxis zeigt: die Allergenkennzeichnung ist alles andere als einfach. So ist es nicht verwunderlich, dass eine Stichprobe der CVUA Freiburg ergab, dass von 577 beprobten Allergenkennzeichnungen in der Gemeinschaftsverpflegung 40% fehlerhaft waren. Besonders beunruhigend ist an dieser Stichprobe, dass 52% der Beanstandungen aufgrund von nicht deklarierten, aber enthaltenen Allergenen zustande kam. (Quelle: Hans-Ulrich Waiblinger, Elisabeth Müller, CVUA Freiburg, Allergenkennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung, S. 3)

Die Hindernisse bei der Allergenkennzeichnung sind vielfältig. Teils mangelt es an notwendigem Fachwissen bzgl. der Differenzierung der verschiedenen Krankheitsbilder. Nicht jeder Gastronom ist sich bewusst, dass durch die namentlich Kennzeichnung von Weizen, Gerste, Roggen und Hafer zum einen Lebensmittelallergiker, aber auch von Zöliakie betroffene Personen geschützt werden sollen. Die Krankheitsbilder sind komplett voneinander zu unterscheiden und bedürfen unterschiedlicher Diätformen.

Weitere Hürden sind u.a., dass noch sehr viele fehlerhafte Spezifikationen im Umlauf sind. Darüber hinaus sind Zutatenlisten nicht immer eindeutig zu lesen und bergen oft unvermutete Zutaten. Weitere potentielle Fehler können durch ein nicht gut strukturiertes Allergenmanagement entstehen. Auch die Gefahr des Einbringens unbeabsichtigter Allergeneinträge darf nicht unterschätz werden.

Sich all diesen Anforderungen bewusst nahmen erstmals verschiedene Teilnehmer am 10. August am Workshop Train the Trainer in in Köln teil. Auch ohne gesetzliche Schulungsverpflichtung beschlossen die Teilnehmer einstimmig, dass es ohne eine Schulung nicht möglich ist, eine Allergenkennzeichnung fehlerfrei zu erstellen.

Die Teilnehmer erhielten im Workshops das Wissen und die notwendigen Vorlagen, um eine individualisierte, selbst durchgeführte Allergenschulung im eigenen Unternehmen zu ermöglichen. 

Anfrage für weitere Termine: info@foodservice-produktentwcklung.de



Rückblick 09.02.2015

LMIV Basisseminar gemeinsam mit der FBMA e.V. an Bord der RheinFantasie der Köln-Düsseldorfer Schifffahrt AG




Eine sehr praxisnahe Veranstaltung mit vielen Fragen aus der Operative.

Mit außergewöhnlicher Aussicht auf den Rhein und die Stadt Köln fand das vierte „Gute Gastgeber für Allergiker“ Seminar an Bord der RheinFantasie der Köln-Düsseldorfer Schifffahrt AG statt. Sehr viele Teilnehmerfragen bedingten ein sehr lebhaftes und diskussionsreiches Seminar. War die anfängliche Stimmung noch geprägt von der Frage, ob die Allergenkennzeichnung wirklich sinnvoll und notwendig sei, so zeigten die Studien vom Deutschen Allergie und Asthmabund bezüglich allergischer Reaktionen nach dem Verzehr loser Ware deutlich, dass eine schriftliche Dokumentation der Allergeninformation absolut notwendig ist. Mündliche Aussagen, so waren sich die Teilnehmer bereits Mitte des Seminars einig, bergen eine zu hohe Fehlerquelle. Bedingt ist diese Fehlerquelle durch viele Stolpersteine in der Dokumentation der Allergeninformation, die erst bei der Ausarbeitung deutlich werden. So sind z.B. Allergenquellen nicht immer eindeutig zu identifizieren, ebenso können unvermutete Zutaten ein hohes Risiko für eine fehlerhafte Allergeninformation bergen. Auch die abschließende Gruppenarbeit verdeutlichte wie wichtig Hintergrundwissen zur Ausarbeitung einer zuverlässigen Allergeninformation ist.

Beurteilung der Teilnehmer


Rückblick 02.12.2014

im GBZ Koblenz


Im dritten Seminar „Gute Gastgeber für Allergiker“ konnte erstmals mit einem vom Bundesrat befürworteten  Entwurf einer Verordnung zur Allergenkennzeichnung bei unverpackten Lebensmitteln (VorlLMIEV) gearbeitet werden.

Nachdem zum ersten Entwurf der Lebenmittelinformations-Durchführungsverordnung von Juli 2014 beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft nahezu 60 Stellungsnahmen eingegangen sind, wurde dieser grundlegend überarbeitet.

In der VorlLMIEV heißt es: "Neben dem weiten Spektrum der schriftlichen Informationsmöglichkeiten ist mit der nationalen Regelung deshalb auch generell die Möglichkeit der mündlichen Information zulässig. Basis für die mündliche Information muss allerdings eine schriftliche Dokumentation sein, die sowohl nachfragenden Verbraucherinnen und Verbrauchern als auch den zuständigen Kontrollbehörden zugänglich gemacht werden kann."

Somit ähnelt die deutsche Umsetzungsverordnung stark der österreichischen Verordnung. Auch hier ist die mündliche Auskunft auf Basis des schriftlichen Nachweises gestattet. In Österreich fordert der Gesetzgeber vom Auskunft gebenden Personal in Bezug auf die Allergeninformation eine verpflichtende Schulung. In Deutschland ist die Schulung bislang noch freiwillig.

Doch auch das Seminar am 02.12. in Koblenz hat wieder verdeutlicht, dass es eines umfangreichen Wissens bedarf, um kompetent eine Allergeninformation zu erstellen. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass der schriftliche Nachweis die größtmögliche Sicherheit sowohl für den Allergiker als auch für das lose Ware anbietende Unternehmen bedeutet.



Rückblick 26. und 27.08.2014


Ein kleines Teilnehmerteam mit großer Motivation.





Mit engagierter Gruppenarbeit

            

und einer tollen Referentin



„Auch im zweiten Seminar zum Thema „Gute Gastgeber für Allergiker – Umsetzung der LMIV“  wurde vielfältig über die Anforderungen von Gastronomen bezüglich der Pflichtinformationen für Allergiker diskutiert.

 

Seit Juli 2014 hat der deutsche Gesetzgeber einen Entwurf der Lebensmittelinformationsdurchführungsverordnung (LMIDV) veröffentlicht. Folgend konnte im Seminar aufgezeigt werden, wie nach aller Wahrscheinlichkeit nach, die Kennzeichnung der Speisekarten ab Dezember 2014 zu erfolgen hat.

 

Doch auch ohne abschließende Kennzeichnungsregelungen seitens des Gesetzgebers ist im Seminar wieder einmal deutlich geworden, dass eine

Kennzeichnung der Speisekarten ohne ein strukturiertes und organisiertes Allergenmanagement und eine gute Herstellungspraxis kaum machbar ist. Allergene müssen im Unternehmen identifiziert und gemanagt werden. Hierzu bedarf es einer detaillierten Überwachung und Dokumentation.

 

Das Fazit der Teilnehmer fiel insgesamt sehr positiv aus. Einig waren sich alle, dass zur Bewältigung der Anforderungen nach LMIV eine Schulung sinnvoll und notwendig ist.“


Beurteilung der Teilnehmer



Rückblick 27.05.2014


Am 27. Mai bildeten sich 23 Teilnehmer aus Industrie und Gastronomie beim Basisseminar „Gute Gastgeber für Allergiker“ in Hildesheim zum Thema Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) fort.


Hintergrund des Seminares ist die verpflichtende Umsetzung der LMIV zum 13. Dezember 2014. Ab diesem Datum muss jeder Anbieter von unverpackter, sogenannter loser Ware, also auch jedes Restaurant Informationen über 14 Gruppen von allergenen Zutaten in Speisen offen legen. Hintergrund der Verpflichtung ist eine umfassende Informierung des Allergikers, damit jener eine gezielt Speisenwahl treffen kann, ohne Angst vor einer allergischen Reaktion fürchten zu müssen.


  


Organisiert wurde das Seminar vorwiegend für die Erfahrungsaustauschgruppe Gastronomie in Freizeitparks und das Netzwerk Foodservice-Produktentwicklung von Michael Möhring von möhrings-foodkompetenz. Gastgeber in der Sparkassenarena war die Gastro & Soul Gruppe.


Als Referentin beauftragte Herr Möhring Anja Pruban von FIS Europe. 

Frau Pruban wurde vom Deutschen Allergie- und Asthmabund speziell zum Thema LMIV und lose Ware – Gute Gastgeber für Allergiker geschult.




Der Deutsche Allergie- und Asthmabund ist mit 18 000 Mitgliedern der größte Patientenverband im Bereich Allergien in Deutschland. Die Teilnehmer erhielten im Anschluss an die engagierte Teilnahme ein DAAB e.V. ausgestelltes Zertifikat über die Weiterbildung.



Das Fazit der Teilnehmer fiel positiv aus. Besonderes Lob gab es für die

lebhafte Vermittlung eines eigentlich trockenen Themas und die praktischen Übungen zur Erarbeitung von Speisenkartendeklarationen in Gruppen.


Im Herbst 2014 wird ein aufbauender Workshop stattfinden, in dem mit den Teilnehmern ein ihren Betrieb zugeschnittenes Allergenmanagement erarbeitet wird, welches alle Punkte der DAAB Checkliste zur Qualifikation “Guter Gastgeber für Allergiker” beinhaltet.




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Michael Möhring,
13.06.2014, 03:27
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Michael Möhring,
09.06.2014, 06:39
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Michael Möhring,
13.06.2014, 03:26
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Michael Möhring,
21.02.2015, 06:51
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Michael Möhring,
08.12.2014, 12:39
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